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PROHONIG

Aktuelles

Oktober 2025

Und wieder ist ein Bienenjahr zu Ende. Die Honigtöpfe sind heuer gut gefüllt und so breitet sich nach einer arbeitsreichen Saison Zufriedenheit aus. Das Kalenderjahr dauert ja noch etwas, aber der Bienensilvester hat schon Ende August stattgefunden.

Obwohl unsere fleißigen Bienchen noch auf so mancher Herbstaster zu sehen sind, bereiten sie sich schon mit Riesenschritten auf den Winter vor. Seit August werden die Winterbienen herangezogen, die eine wesentlich längere Lebensspanne haben. Sie haben höhere Fettkörper- und Eiweißreserven. Während die Sommerbienen nur einige Wochen leben, schaffen es die Winterbienen einige Monate am Leben zu bleiben. Der Grund: Sommer- und Winterbienen haben unterschiedliche Aufgaben.

Sommerbienen pflegen den Nachwuchs, füttern die Königin, putzen, verteidigen den Bienenstock gegen Eindringlinge und sammeln letzten Endes den wertvollen Nektar, den wir als Honig kennen. Auch die Verarbeitung von Nektar zu Honig erledigen die Sommerbienen. Diese Arbeit ist sehr Kräfte zehrend und die alten Bienen sterben außerhalb des Stockes.

Die Winterbienen hingegen müssen die Gemeinschaft über die kalte Jahreszeit begleiten. Die Bienen ziehen sich zurück, formen eine Traube und überstehen so die kalte Jahreszeit. Sie fallen nicht wie andere Insekten in eine Winterstarre, sondern halten die Traube durch Muskelzittern auf einer Temperatur von 20°C bis 25°C. Außen ist es deutlich kälter und so rotiert die Traube, das heißt die äußeren Bienen bewegen sich langsam nach innen und umgekehrt, sodass niemandem zu kalt wird. Im Idealfall sind die Bienen in einer Art Trance. So ist der Stoffwechsel ziemlich runtergefahren und sie brauchen weniger Futter. Ganz ohne Treibstoff geht es aber nicht, so bewegt sich die Bienentraube langsam entlang der Futterwaben, um über die kalte Jahreszeit nicht zu verhungern. Da die Königin in dieser Zeit kaum Eier legt, werden auch keine neuen Bienen großgezogen. Somit ist es für die Winterbienen lebensnotwendig, länger am Leben zu bleiben.

Erst am Anfang des neuen Kalenderjahres startet die Königin wieder mit der Eilage und es entsteht eine neue Generation. Diese Bienen werden noch von den alten Damen gepflegt. Erst bei der Frühlingsblüte startet der Bien, also das gesamte Bienenvolk, wieder richtig durch und die Königin legt 1000 bis 2000 Eier pro Tag. Es kommt zum sogenannten “Massewechsel”, wobei die alten Winterbienen alle durch neue Sommerbienen ersetzt werden. Doch bis dahin dauert es noch und der Imker/die Imkerin muss sich in Geduld üben.

Trotzdem ist uns nicht langweilig. Wachs muss geklärt und gereinigt werden, so manche Kerze wird gegossen und ganz wichtig: neue Mittelwände fürs nächste Bienenjahr werden gefertigt. Das Lager wird durchforstet, was fehlt, was ist kaputt gegangen? Der Start ins neue Bienenjahr will gut vorbereitet sein.

Um Weihnachten herum gibts noch eine Behandlung gegen die lästige Varroamilbe, damit die Bienchen gesund durchstarten können. Ansonsten lässt man die Stöcke am besten in Ruhe durch den Winter brummen, auch wenn es schwer fällt, “bitte nicht stören” ist die beste Strategie.

Was macht der Imker/die Imkerin noch? Tee mit Honig trinken ist eine gute Idee und sich in Geduld üben, denn Vorfreude auf die kommende Saison ist ja bekanntlich die schönste Freude!

In diesem Sinne wünsche ich allen interessierten Lesern und Leserinnen einen beschaulichen Herbst und Winter!

Angelika

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Oktober 2025

Und wieder ist ein Bienenjahr zu Ende. Die Honigtöpfe sind heuer gut gefüllt und so breitet sich nach einer arbeitsreichen Saison Zufriedenheit aus. Das Kalenderjahr dauert ja noch etwas, aber der Bienensilvester hat schon Ende August stattgefunden.

Obwohl unsere fleißigen Bienchen noch auf so mancher Herbstaster zu sehen sind, bereiten sie sich schon mit Riesenschritten auf den Winter vor. Seit August werden die Winterbienen herangezogen, die eine wesentlich längere Lebensspanne haben. Sie haben höhere Fettkörper- und Eiweißreserven. Während die Sommerbienen nur einige Wochen leben, schaffen es die Winterbienen einige Monate am Leben zu bleiben. Der Grund: Sommer- und Winterbienen haben unterschiedliche Aufgaben.

Sommerbienen pflegen den Nachwuchs, füttern die Königin, putzen, verteidigen den Bienenstock gegen Eindringlinge und sammeln letzten Endes den wertvollen Nektar, den wir als Honig kennen. Auch die Verarbeitung von Nektar zu Honig erledigen die Sommerbienen. Diese Arbeit ist sehr Kräfte zehrend und die alten Bienen sterben außerhalb des Stockes.

Die Winterbienen hingegen müssen die Gemeinschaft über die kalte Jahreszeit begleiten. Die Bienen ziehen sich zurück, formen eine Traube und überstehen so die kalte Jahreszeit. Sie fallen nicht wie andere Insekten in eine Winterstarre, sondern halten die Traube durch Muskelzittern auf einer Temperatur von 20°C bis 25°C. Außen ist es deutlich kälter und so rotiert die Traube, das heißt die äußeren Bienen bewegen sich langsam nach innen und umgekehrt, sodass niemandem zu kalt wird. Im Idealfall sind die Bienen in einer Art Trance. So ist der Stoffwechsel ziemlich runtergefahren und sie brauchen weniger Futter. Ganz ohne Treibstoff geht es aber nicht, so bewegt sich die Bienentraube langsam entlang der Futterwaben, um über die kalte Jahreszeit nicht zu verhungern. Da die Königin in dieser Zeit kaum Eier legt, werden auch keine neuen Bienen großgezogen. Somit ist es für die Winterbienen lebensnotwendig, länger am Leben zu bleiben.

Erst am Anfang des neuen Kalenderjahres startet die Königin wieder mit der Eilage und es entsteht eine neue Generation. Diese Bienen werden noch von den alten Damen gepflegt. Erst bei der Frühlingsblüte startet der Bien, also das gesamte Bienenvolk, wieder richtig durch und die Königin legt 1000 bis 2000 Eier pro Tag. Es kommt zum sogenannten “Massewechsel”, wobei die alten Winterbienen alle durch neue Sommerbienen ersetzt werden. Doch bis dahin dauert es noch und der Imker/die Imkerin muss sich in Geduld üben.

Trotzdem ist uns nicht langweilig. Wachs muss geklärt und gereinigt werden, so manche Kerze wird gegossen und ganz wichtig: neue Mittelwände fürs nächste Bienenjahr werden gefertigt. Das Lager wird durchforstet, was fehlt, was ist kaputt gegangen? Der Start ins neue Bienenjahr will gut vorbereitet sein.

Um Weihnachten herum gibts noch eine Behandlung gegen die lästige Varroamilbe, damit die Bienchen gesund durchstarten können. Ansonsten lässt man die Stöcke am besten in Ruhe durch den Winter brummen, auch wenn es schwer fällt, “bitte nicht stören” ist die beste Strategie.

In diesem Sinne wünsche ich allen interessierten Lesern und Leserinnen einen beschaulichen Herbst und Winter!

Angelika