PROHONIG Galerie Infos Aktuelles Honig
PROHONIG

Info

Unsere Bienenstöcke stehen in und um Probstdorf, teilweise in unserem Garten. Im zeitigen Frühjahr versorgen sich die Bienen mit Pollen der Haselsträucher, die in vielen umliegenden Gärten blühen. Auch Schneeglöckchen, Krokus, Erle und Weiden gehören zu den ersten Pollen- und Nektarquellen. Danach kommt die Obstblüte und spätestens ab der Kirschblüte wird kräftig Nektar eingetragen, den wir später in Form von Honig genießen können. Ein wesentlicher Honiglieferant sind die vielen Linden, die es bei uns gibt. Je nach Art beginnen sie im Frühsommer zu blühen und wenn es genug geregnet hat, honigen diese Bäume auch ordentlich, das heißt, sie produzieren viel Nektar. Ist es zu trocken, bleibt der Nektar aus. Lindenblütenhonig ist etwas ganz besonderes, kann aber aus den schon genannten Gründen nicht jedes Jahr geerntet werden. Außerdem schmeckt der Honig jedes Jahr etwas anders, was auf die unterschiedliche Mischung des Nektars zurückzuführen ist. Es kann schon mal passieren, dass die Obstblüte von den Bienen selbst verspeist wird, wenn es zum Beispiel im Frühling sehr warm war, alle Bäume gleichzeitig blühen und sich das Wetter anschließend wieder umstellt. Bei Kälte verbrauchen die Bienen den eingetragenen Nektar selbst. Sie haben meist schon einen erhöhten Energiebedarf, weil sie ja schon fleißig am Brüten sind, da bleibt dann leider nichts mehr für den Imker übrig und man muss auf die nächste Blütenpracht warten.

Damit aus dem recht flüssigen Nektar unser dickflüssiger Honig entsteht, müssen die Bienen noch einiges an Arbeit leisten. Die Sammlerinnen übergeben den Nektar mit dem Rüssel an die Stockbienen. Diese fermentieren den Nektar, das heißt mit Hilfe von Fermenten wird der Zucker in Trauben- und Fruchtzucker aufgespaltet. Der Honig wird in Zellen eingelagert, wieder umgetragen und nochmals fermentiert. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zu fünf mal. Um den recht dünnflüssigen Honig zu trocknen, schlagen die Bienen mit ihrem Rüssel und senken so den Wassergehalt. Danach werden die Zellen mit einer dünnen Wachsschicht versiegelt. So wird er haltbar gemacht. Jetzt ist die Zeit für den Imker gekommen. Verdeckelte Waben werden entnommen und der Honig kann geschleudert werden. Wichtig ist, dass den Bienen immer genug Honig bleibt, um das eigene Volk zu versorgen.

Nachdem die Linden verblüht sind, freuen sich die Bienen über Kürbis, Sonnenblumen und Blumenwiesen. Die Blühstreifen auf den Äckern leisten einen wichtigen Beitrag, damit unsere Bienen auch nach der Haupttracht, so nennt man den Zeitraum, wo sehr viele Pflanzen gleichzeitig blühen, noch genug Nektar finden. Nicht zuletzt ist auch das Springkraut zu einer wichtigen Trachtquelle geworden, auch wenn es im Nationalpark als Neophyt nicht gerne gesehen wird. Nach dem letzten Schleudern werden die Bienen gegen die Varroamilbe behandelt und für den Winter mit Sirup gefüttert. Einige werden einwenden, dass Zuckerwasser sicher nicht so schmackhaft und gesund ist wie Honig, aber das Überwintern der Bienen auf reinen Honig kann manchmal das Verdauungssystem der Honigbiene überlasten und zu Durchfällen führen. Die "Zuckerdiät" ist für unsere Bienen etwas bekömmlicher.

Standortbedingt produzieren unsere Bienen keinen "Sortenhonig", das heißt wir haben keinen reinen Lindenblütenhonig oder reinen Akazienhonig. Je nach Wetterlage tragen unsere Bienen ein, was gerade blüht, wir wandern nicht in reine Akazienwälder oder Sonnenblumenfelder, um Sortenhonig zu gewinnen. Dafür spiegelt der Geschmack die jeweilige Blütenvielfalt des Jahres wieder, eine echte "Marchfelder Mischung".

Info

Unsere Bienenstöcke stehen in und um Probstdorf, teilweise in unserem Garten. Im zeitigen Frühjahr versorgen sich die Bienen mit Pollen der Haselsträucher, die in vielen umliegenden Gärten blühen. Auch Schneeglöckchen, Krokus, Erle und Weiden gehören zu den ersten Pollen- und Nektarquellen. Danach kommt die Obstblüte und spätestens ab der Kirschblüte wird kräftig Nektar eingetragen, den wir später in Form von Honig genießen können. Ein wesentlicher Honiglieferant sind die vielen Linden, die es bei uns gibt. Je nach Art beginnen sie im Frühsommer zu blühen und wenn es genug geregnet hat, honigen diese Bäume auch ordentlich, das heißt, sie produzieren viel Nektar. Ist es zu trocken, bleibt der Nektar aus. Lindenblütenhonig ist etwas ganz besonderes, kann aber aus den schon genannten Gründen nicht jedes Jahr geerntet werden. Außerdem schmeckt der Honig jedes Jahr etwas anders, was auf die unterschiedliche Mischung des Nektars zurückzuführen ist. Es kann schon mal passieren, dass die Obstblüte von den Bienen selbst verspeist wird, wenn es zum Beispiel im Frühling sehr warm war, alle Bäume gleichzeitig blühen und sich das Wetter anschließend wieder umstellt. Bei Kälte verbrauchen die Bienen den eingetragenen Nektar selbst. Sie haben meist schon einen erhöhten Energiebedarf, weil sie ja schon fleißig am Brüten sind, da bleibt dann leider nichts mehr für den Imker übrig und man muss auf die nächste Blütenpracht warten.

Damit aus dem recht flüssigen Nektar unser dickflüssiger Honig entsteht, müssen die Bienen noch einiges an Arbeit leisten. Die Sammlerinnen übergeben den Nektar mit dem Rüssel an die Stockbienen. Diese fermentieren den Nektar, das heißt mit Hilfe von Fermenten wird der Zucker in Trauben- und Fruchtzucker aufgespaltet. Der Honig wird in Zellen eingelagert, wieder umgetragen und nochmals fermentiert. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zu fünf mal. Um den recht dünnflüssigen Honig zu trocknen, schlagen die Bienen mit ihrem Rüssel und senken so den Wassergehalt. Danach werden die Zellen mit einer dünnen Wachsschicht versiegelt. So wird er haltbar gemacht. Jetzt ist die Zeit für den Imker gekommen. Verdeckelte Waben werden entnommen und der Honig kann geschleudert werden. Wichtig ist, dass den Bienen immer genug Honig bleibt, um das eigene Volk zu versorgen.

Nachdem die Linden verblüht sind, freuen sich die Bienen über Kürbis, Sonnenblumen und Blumenwiesen. Die Blühstreifen auf den Äckern leisten einen wichtigen Beitrag, damit unsere Bienen auch nach der Haupttracht, so nennt man den Zeitraum, wo sehr viele Pflanzen gleichzeitig blühen, noch genug Nektar finden. Nicht zuletzt ist auch das Springkraut zu einer wichtigen Trachtquelle geworden, auch wenn es im Nationalpark als Neophyt nicht gerne gesehen wird. Nach dem letzten Schleudern werden die Bienen gegen die Varroamilbe behandelt und für den Winter mit Sirup gefüttert. Einige werden einwenden, dass Zuckerwasser sicher nicht so schmackhaft und gesund ist wie Honig, aber das Überwintern der Bienen auf reinen Honig kann manchmal das Verdauungssystem der Honigbiene überlasten und zu Durchfällen führen. Die "Zuckerdiät" ist für unsere Bienen etwas bekömmlicher.

Standortbedingt produzieren unsere Bienen keinen "Sortenhonig", das heißt wir haben keinen reinen Lindenblütenhonig oder reinen Akazienhonig. Je nach Wetterlage tragen unsere Bienen ein, was gerade blüht, wir wandern nicht in reine Akazienwälder oder Sonnenblumenfelder, um Sortenhonig zu gewinnen. Dafür spiegelt der Geschmack die jeweilige Blütenvielfalt des Jahres wieder, eine echte "Marchfelder Mischung".